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Die Macher hinter der Finanzierungsplattform EUROPACE haben sich 2019 für Stabilität und Komfort ihrer Tools einiges vorgenommen. Ein automatisierter Unterlagenprozess und eine komfortable Möglichkeit des Cross-Sellings treiben die Hauptstadt-Techies an. Vorgestellt wurden die Jahresziele auf der EUROPACE Konferenz am 20. Februar vor 425 Teilnehmern in Berlin.

Ein Beitrag von Leila Haidar.

„Wir glauben an die Digitalisierung der Baufinanzierung“, bringt es Stefan Kennerknecht auf den Punkt. Der Geschäftsführer der Finanzierungsplattform EUROPACE hat sich gemeinsam mit seinem Partner Thomas Heiserowski für dieses Jahr unter anderem vorgenommen, den Umgang mit Dokumenten zu vereinfachen. Anlass, sich dem Thema der Automatisierung von Unterlagenprozessen zu widmen ist der, dass die meisten Kunden Baufinanzierungen und Ratenkredite als Belastung wahrnehmen, statt als positive Erfahrung. Bis zu 120 Seiten Grundbuchauszüge, Ausweisdokumente und andere Auskünfte kommen pro Baufinanzierung zusammen. Europace-Ansatz ist es daher, den Vermittler und seinen Kunden in diesem Bereich zu entlasten. „Dokumente und Unterlagen machen heute bis zu 30 Prozent des Aufwands im gesamten Antragsprozess aus – für alle Beteiligten. Dazu gehört das Übermitteln, Sortieren, Prüfen, Nachfordern und Einreichen“, zählt Kennerknecht auf. Seine Idee: Es wird Schnittstellen für den Endverbraucher geben, der beispielsweise seinen Status einsehen und eigene Dokumente hochladen kann. Und zwar in allen gängigen Formaten und auch in mehreren Seiten pro Datei. „Wir sortieren die Unterlagen übersichtlich. Wenn Kreditsachbearbeiter Unterlagen nachfordern, tun sie das integriert über die Plattform“, sagt der Geschäftsführer. Unterlagen sollen zur Nebensache werden. Als Enabler für Berater möchte Kennerknecht ein stabiles Fundament bieten, auf das jeder Vermittler, beispielsweise im Wunsch-Design über API-Schnittstellen mit eigenen Tools aufsetzen kann.

 

Derzeit läuft die Politphase für die Automatisierung des Unterlagenprozesses mit Nutzern in verschiedenen Testgruppen. Die Rückmeldung der ersten User soll erkenntnisbasiert als Grundlage für die Weiterentwicklung der Funktion dienen. „Wir wollen nichts entwickeln, was der Anwender später gar nicht braucht. Sondern einen echten Pain-Point nutzerzentriert abschaffen“, erläutert Dr. Julia Schenk, bei Europace für User Experience zuständig. Sie glaubt, dass man durch intelligente Technologie, die Routineaufgaben übernimmt, den Menschen wieder mehr in den Mittelpunkt rücken kann.

Diese Zahl möchten Europace und Hypoport gemeinsam erhöhen, indem im Laufe des Jahres eine neue Funktion in BaufiSmart eingeführt wird. „Wo bisher manuell zwischen den Tools gewechselt und ein Finanzierungsvorschlag erstellt werden musste, soll der Hinweis auf ein ungenutztes Potenzial in Zukunft automatisiert erfolgen“, so Wallin. Eine wichtige Unterstützung für Vermittler, ihren Job in Zukunft noch kundenorientierter erledigen zu können. Natürlich wird es auch hier möglich sein, die neue Funktion per API in die eigene Umgebung einzubinden